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Leserbrief in der BZ auf den Gastkommentar von Ch. Frey bezügl der Sparmassnahmen der Regierung

Mit Erstaunen habe ich den Gastkommentar von Ch. Frey gelesen. Sie behauptet, dass von links grüner Seite vorsorglich über das angestrebte Sparpaket der Baselbieter Regierung gejammert und so der Wahlkampf eingeläutet werde. Laut ihrer Aussage seien die Massnahmen durchaus moderat. Der Sparbeitrag des Personals von einem Lohnprozent durchaus vertretbar. Sie blendet aus, dass das Personal seit Jahren keinen Teuerungsausgleich erhalten hat, die Löhne also real sinken. Ebenso vergisst sie, dass die Pflichtlektionenzahl in der Sek erhöht bleiben soll und so mehr Leistung für faktisch weniger Lohn gefordert wird. 1% Lohneinbusse entspricht so einer weiteren Reallohnkürzung bei gleichen Erwartungen an die Angestellten. Und Frey meint dies ändere nichts an der Qualität? Als ehemalige Bildungsgemeinderätin müsste sie die von ihr erwähnte Faktenlage und das schwierige schulische Umfeld bestens kennen. Mit der Aussage, dass früher Klassen mit 30 Kindern unterrichtet wurden und dies auch heute noch machbar sein müsste, stellt sich Frey ganz klar ins Abseits. Die Anforderungen an das Bildungssystem, die SchülerInnen und die Lehrpersonen, sind in den letzten Jahren massiv gestiegen und eine Banalisierung dieser Tatsache wiederspricht der Realität. Ein Affront gegenüber den im Bildungssektor tätigen Menschen! Ich möchte Frau Frey nicht zu nahe treten, aber es ist durchaus die Frage, wer hier eine Plattform für den Wahlkampf braucht und wer sich ernsthafte Sorgen um die Bildungsqualität im Baselbiet macht.

Miriam Locher, SP Landrätin

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