«Ich weiss, woher ich komme – und wofür ich in Bern stehe»
Ich bin im Baselbiet aufgewachsen. Nicht in einem politischen Haushalt, sondern in einer Arbeiterfamilie. Mein Vater arbeitete auf dem Bau und sowohl er, als auch meine Mutter haben hart gearbeitet. Geld war nie im Überfluss da. Aber Werte wurden bei mir zuhause hochgehalten: Anstand, Solidarität und den Glauben daran, dass man sich für Gerechtigkeit einsetzen muss und dass Bildung der Schlüssel zu einem besseren Leben ist.
Als Kind hatte ich diverse Berufswünsche, schlussendlich bin ich Lehrerin geworden. Heute unterrichte ich Kinder im Baselbiet – viele von ihnen kommen aus Familien, die meiner eigenen nicht unähnlich sind. Ich sehe jeden Tag, was es bedeutet, wenn Eltern mehrere Jobs haben, wenn die Krankenkassenprämien drücken oder dass eben nicht alles selbstverständlich ist. Und ich sehe, wie viel Potenzial in diesen jungen Menschen steckt, wenn man ihnen denn faire Chancen gibt.
Ich bin überzeugt: Politik darf nicht abgehoben sein. Sie muss den Alltag der Menschen kennen. Sie muss wissen, wie es sich anfühlt, wenn man jeden Franken zweimal umdreht. Wenn man sich fragt, ob die Miete wieder steigt. Wenn man hofft, dass die AHV später reicht. Baselland liegt zudem im Herzen der trinationalen Region. Nähe zu Frankreich und Deutschland bedeutet Chancen, aber auch Herausforderungen im Arbeitsmarkt und bei der Infrastruktur. Wer hier lebt, weiss, was Grenzgänger:innenpolitik, Verkehrsfragen oder internationale Wirtschaftsverflechtungen konkret bedeuten.
Im Nationalrat braucht es Vertreter:innen, die diese regionale Realität verstehen und sozial gerecht gestalten, nicht nur wirtschaftsnah, sondern menschenorientiert.
Als Frau in den 40ern stehe ich mitten im Leben. Ich kenne die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht aus Statistiken, sondern aus meinem engsten Umfeld. Ich weiss, was unbezahlte Care-Arbeit bedeutet. Und ich weiss, dass Gleichstellung noch immer keine Selbstverständlichkeit ist, weder im Lohn noch in der Altersvorsorge.
Zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen möchte ich in Bern für eine starke soziale Stimme stehen. Eine Stimme, die für gute Bildung kämpft. Für bezahlbare Krankenkassenprämien. Für sichere Renten. Für faire Löhne. Und für eine Klimapolitik, die nicht auf dem Rücken der Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ausgetragen wird.
Ich gehe nach Bern, weil ich möchte, dass Aufstieg nicht vom Elternhaus abhängt. Weil ich will, dass Arbeit wieder Sicherheit bedeutet. Und weil ich überzeugt bin:
- Bildung darf keine Frage des Portemonnaies sein
- Mehr Investitionen in die Volksschule
- Kleinere Klassen und genügend Fachpersonal
- Stärkung der Berufsbildung und faire Lernendenlöhne
- Kostenlose oder stark vergünstigte Angebote für Weiterbildung und Umschulung
Meine Haltung: Wer in einer Arbeiterfamilie aufwächst, darf nicht doppelt kämpfen müssen.
- Bezahlbare Krankenkassenprämien
- Deutliche Entlastung des Mittelstands bei den Prämien
- Prämienverbilligungen ausbauen
- Mehr Transparenz und Kostendämpfung im Gesundheitswesen
Meine Haltung: Es kann nicht sein, dass die Krankenkasse jedes Jahr stärker steigt als der Lohn.
- Sichere Renten – auch für Frauen
- Stärkung der AHV statt weiterer Schwächung
- Bessere Absicherung von Teilzeit- und Care-Arbeit in der zweiten Säule
- Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit endlich durchsetzen
Meine Haltung: Wer sein Leben lang gearbeitet und Kinder betreut hat, soll im Alter nicht in Unsicherheit leben müssen.
- Faire Löhne und sichere Arbeitsplätze
- Mindestlöhne, von denen man leben kann
- Schutz vor Lohndumping – besonders in der Grenzregion
- Stärkung der Gesamtarbeitsverträge
- Förderung von klimafreundlichen Industriejobs in der Region
- Stärkung der Kaufkraft
Meine Haltung: Arbeit muss Sicherheit geben – nicht Existenzangst.
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Bezahlbare, qualitativ gute Kinderbetreuung
- Elternzeit für beide Elternteile
- Steuer- und Sozialpolitik, die Familien wirklich entlastet
Meine Haltung: Familie darf kein Armutsrisiko sein.
- Klimaschutz sozial gerecht gestalten
- Investitionen in erneuerbare Energien und regionale Arbeitsplätze
- Förderung von energetischen Sanierungen ohne Mietzinsexplosion
- ÖV-Ausbau statt Belastung der Pendler:innen
Meine Haltung: Klimaschutz darf nicht zur Frage des Einkommens werden.
- Inklusion und Teilhabe stärken
- Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention in allen Politikbereichen
- Ausbau von ambulanten Unterstützungsangeboten
- Förderung der Integration in den ersten Arbeitsmarkt
Meine Haltung: Eine gerechte Gesellschaft schliesst niemanden aus.
Eine gerechte Gesellschaft entsteht nicht von allein, man muss sie politisch gestalten.
Ich weiss, woher ich komme. Und genau deshalb weiss ich, wofür ich mich einsetze.

